Das Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen hat Imker gefragt, wie sie ihren Honig vermarkten, welche Sorten sie anbieten und zu welchen Preisen. Über 8.000 Imker haben sich an der Umfrage beteiligt.

Sommerhonige bzw. Sommertracht-Honige wurde demnach von 82,1% der Imker geerntet und für durchschittlich 5,62 € pro 500g Glas verkauft (ohne Glaspfand). Hier die komplette Übersicht aus dem Infobrief des Bieneninstituts in Mayen:

Quelle: Infobrief 27/2020 des Fachzentrums Bienen und Imkerei, Mayen

Es zeigen sich aber regionale Unterschiede: In Süddeutschland und in Ballungsgebieten können höhere Preise als in ländlichen Gebieten erzielt werden.

Bei den Vermarktungskanälen zeigte sich, dass knapp 80% der befragten Imker ihren Honig über einen Hausverkauf absetzen. 35% verkaufen den Honig an ihrer Arbeitsstelle und 18% setzen ihren Honig über den Einzelhandel ab.

Weitere Details und auch eine genaue Karte zu den regionalen Preisunterschieden sind auf den Seiten 3 und 4 im neuen Infobrief 27/2020 zu finden. In diesem Infobrief sind auch Ergebnisse zur Umfrage "Vitalität der Bienenvölker" veröffentlicht (Seite 5). Hier der Link zum Infobrief: Infobrief 27/2020 des Fachzentrums für Bienen und Imkerei in Mayen

Am Donnerstag, den 29.10.2020 wurden die notwendigen Baumfällarbeiten am Lehrbienenstand durchgeführt. Die Bäume mussten gefällt werden, weil sie eine Gefahr darstellten. Ein Team aus Mitgliedern des Bienenzüchtervereins Ettlingen und Albgau e.V. und Mitarbeitern des Forstamts Karlsbad unter Leitung von Revierförster Martin Mußgnug hat die Arbeiten in nur 3 Stunden durchgeführt. Insgesamt mussten 3 Bäume gefällt und zerlegt werden.

Vielen Dank allen Helfern, insbesondere auch dem Forstamt Karlsbad, Herrn Mußgnug und seinen Mitarbeitern!

Fotos: Achim Bitsch

Giant HornetAsiatische Riesenhornisse - Foto: jasonb42882 (CC BY-NC-ND 2.0)

In einem Artikel berichtet n-tv.de über den Kampf in den USA gegen sogenannte "Mörder"-Hornissen. Den Namen hat diese asiatische Riesenhornisse, weil sie eine erhebliche Gefahr für Bienenvölker darstellt. Diese bis zu 5 cm großen Insekten dezimieren Honigbienenvölker in kürzester Zeit erheblich. Insektenforscher berichten von regelrechten Massakern unter Honigbienen. Die Riesenhornissen beißen den Bienen die Köpfe ab und besetzen dann die Nester, um sich von den Puppen und Larven zu ernähren.

Offenbar ist diese asiatische Art gerade dabei, sich in den USA einen neuen Lebensraum zu erobern. Es ist ungewiss wie die Insekten in die USA kamen. Sie könnten z.B. über asiatische Importwaren eingeschleppt worden sein. Ihre Ansiedlung und Verbreitung soll in den USA unbedingt verhindert werden. Um ein Nest zu finden, binden Experten einzelnen Exemplaren mit Zahnseide winzige Sender an den Körper. So konnte jetzt im Bundesstaat Washington erstmalig in den USA ein Nest aufgespürt und zusammen mit den Insekten vernichtet werden.

Bei der hier beschriebenen Art handelt es sich um die Riesenhornisse Vespa mandarinia. Imker in Deutschland können aufatmen: Die Riesenhornisse Vespa mandarinia kommt in Deutschland (noch) nicht vor. Nach Deutschland eingeschleppt wurde bisher nur die asiatische Hornisse Vespa velutina, die nicht mit der im n-tv.de-Bericht beschriebenen "Mörder"-Hornisse identisch ist.

Zum Bericht von n-tv.de mit mehr Informationen geht es hier: Experten spüren Mörder-Hornissen auf

Wie auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung vorgestellt und von der Mitgliederversammlung genehmigt, sind die Arbeiten im Innenbereich der Hütte am Lehrbienenstand begonnen worden.

Ein hoch motiviertes Arbeitsteam, bestehend aus unseren Mitgliedern Erich, Erich, Gernot und Achim haben am letzten Donnerstag, den 23.10.2020 in einem 5-stündigen Arbeitseinsatz die Deckenverkleidung in der Hütte am Lehrbienenstand und im Anbau entfernt. Beim Ausbau wurde ein Aufkleber entdeckt, auf dem stand, dass die Deckenverkleidung von 1990 stammt. Das Entfernen der Decke war eine notwendige Vorarbeit für den weiteren Ausbau, den nun eine Firma übernimmt. Nach der Deckenöffnung stellte das Arbeitsteam leider fest, dass im Anbau auch noch ein Träger ausgewechselt werden muss. Er ist durch die in der Decke hausenden Siebenschläfer zerstört worden.

Vielen Dank allen Helfern für diesem Arbeitseinsatz!

Eine chinesische Studie zu Corona behauptete, dass Imker kein Corona bekommen würden. Von ca. 5.000 Imkern in Wuhan sei kein Einziger an Corona erkrankt. Das ging vor einiger Zeit durch die Presse und war auch in verschiedenen Imkerzeitschriften und Online-Berichten zu lesen. Seither wurde wild spekuliert ob es vielleicht am Bienengift durch Stiche oder vielleicht am Einatmen von "Bienenluft" aus den Bienenbeuten liegen könnte. Imker aus ganz Deutschland fragten sich, ob an dieser Behauptung aus China etwas dran sein könnte.

Ein Forscherteam, unter anderem von der Universität Jena um Professorin Jutta Hübner, ist der Sache nachgegangen. Sie konnten allerdings keine Immunität von Imkern gegenüber Corona bestätigen. Auch Imker haben Corona-Erkrankungen durchgemacht. Allerdings gab in den Fragebögen der Studie auch ein großer Teil der befragten Imker an, mit Corona-infizierten Personen direkt in Kontakt gewesen zu sein und nicht erkrankt zu sein.

Professor Karsten Münstedt aus dem Forscherteam erklärte, dass bislang das Coronavirus noch nicht auf Sensibilität gegenüber Bienengift getestet wurde. Eine aktuelle Arbeit bestätigt die Wirksamkeit von Bienengift gegen eine Vielzahl von Viren - unter anderem wirkt es auf den Erreger des Reproduktions- und Atemwegssyndroms von Schweinen. Auch Propolis könnte einen positiven Einfluß gegen Corona-Erkrankungen haben. Aber das ist bisher nur Spekulation. Die Forscher warnen Imker dringend sich nicht auf eine angebliche Corona-Immunität zu verlassen. Eine Nachfolgestudie ist geplant.

Weitere Details sind auf den Seiten des MDR Thüringen unter diesem Link zu finden: MDR-Thüringen Artikel zur Immunität von Imkern gegen Corona

Franziska Odemer und Prof. Dr. Werner von der Ohe haben für das Bieneninstitut in Celle eine kleine Honigkunde für Einsteiger herausgebracht. Es geht um Grundlagen, z.B. wie Honig entsteht und aus was Honig besteht, aber auch was man bei der Honiggewinnung und der Honigverarbeitung beachten sollte. Auch zum Thema Rühren von Honig und die richtige Etikettierung finden sich Informationen.

Dies ist ein informativer Ratgeber rund um das Thema Honig, der sich nicht nur für Einsteiger in die Imkerei eignet. Die Broschüre soll dabei aber nur einen Überblick geben. Weil es sich bei Honig um ein kostbares Lebensmittel handelt, bei dem zahlreiche lebensrechtliche Vorgaben zu beachten sind, ist auf jeden Fall eine Honigschulung zu empfehlen. Die Broschüre im PDF-Format kann hier heruntergeladen werden:

Kleine Honigkunde für Einsteiger

Am Dienstag, den 13.10.2020 fand von 18:30 bis 20:20 Uhr unsere außerordentliche Mitgliederversammlung Corona-gerecht im Kurhaus Waldbronn statt. Im Vorfeld wurden alle Mitglieder rechtzeitig entweder per Email oder per Brief eingeladen und über die zu besprechenden Themen informiert.

Die erste Vorsitzende, Hedwig Kohler, eröffnete die Veranstaltung, begrüßte die anwesenden Mitglieder und stellte die Beschlussfähigkeit fest.

Im Anschluß gab der zweite Vorsitzende, Achim Bitsch, einen Überblick über die bisher gelaufenen Arbeitseinsätze am Lehrbienenstand und zeigte auch Bilder dazu. Achim bedankte sich noch einmal im Namen des Vorstands bei allen Helfern der Arbeitseinsätze.

Danach stellte er die Ergebnisse der Planungsgruppen und die weiteren zukünftigen Vorhaben des Vorstands vor. Es ging hauptsächlich um die Sanierungsvorhaben auf dem Grundstück des Lehrbienenstands (Baumfällarbeiten, Zaunreparaturen), die Hütte am Lehrbienenstand sowie um das Grundstück und die Hütte im Holzbachtal. Achim stellte die notwendigen Maßnahmen und die geplante Vorgehensweise des Vorstands dazu vor. Der voraussichtliche Umsetzungszeitraum der vorgestellten Maßnahmen wird dabei 6-7 Jahre betragen.

Der Kassier, Christian Pohl, beleuchtete anschließend die finanzielle Seite der Maßnahmen. Dabei wurde schnell klar, dass sich auf Basis der heutigen Einnahmen eine Finanzierungslücke ergibt, wenn die Maßnahmen im geplanten Zeitraum umgesetzt werden sollen.

Die Mitgliederversammlung stimmte am Ende der Vorträge und nach Diskussion und Beantwortung diverser Fragen über die Vorschläge des Vorstands ab. Die geplante Vorgehensweise und die vorgestellten Maßnahmen wurden von der Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit befürwortet. Auch eine vorgeschlagene Erhöhung des Mitgliedsbeitrags ab 2021, um die Maßnahmen im geplanten Zeitraum finanzieren zu können, wurde ohne Gegenstimmen von der Mitgliederversammlung genehmigt. Vielen Dank allen anwesenden Mitgliedern für die Diskussionen, Fragen, Anregungen und Teilnahme an der außerordentlichen Mitgliederversammlung.

Wir danken auch der Gemeinde Waldbronn, die uns diesen tollen Veranstaltungsraum zur Verfügung gestellt hat. Ohne diesen großen Raum wäre die Veranstaltung in Corona-Zeiten nicht möglich gewesen.

Zur Erinnerung: Die außerordentliche Mitgliederversammlung des Bienenzüchtervereins Ettlingen und Albgau e.V. findet am

Dienstag, den 13.10.2020 um 18:30 Uhr im
Kurhaus Waldbronn
Etzenroter Str. 2
76337 Waldbronn-Reichenbach

statt. Hier der Link zum Veranstaltungsort in Google-Maps:
Kurhaus Waldbronn

Geplante Tagesordnung:

  1. Begrüßung, kurze Erläuterung des Hygienekonzepts und Feststellung der Beschlussfähigkeit
  2. Überblick über die geleisteten Arbeitseinsätze am Lehrbienenstand
  3. Vorstellung der Arbeitsergebnisse der Planungsgruppen
  4. Diskussion und Abstimmung über die weitere Vorgehensweise, die sich aus Top 3 ergibt
  5. Diskussion und Abstimmung über eine notwendige Erhöhung des Mitgliedsbeitrags
    • Übersicht über die Einnahmen/Ausgaben-Situation
    • Übersicht Finanzierungsbedarf für anstehende Aufgaben

Wir freuen uns über viele Vereinsmitglieder, die den weiteren Weg des Bienenzüchtervereins Ettlingen und Albgau e.V. mitbestimmen möchten. Das Hygienekonzept der Veranstaltung ist über folgenden Link einsehbar: Hygienekonzept für geschlossene Räume

Wir danken der Gemeinde Waldbronn, die uns das Kurhaus für diese Veranstaltung zur Verfügung stellt.

Für den Vorstand
Hedwig Kohler
1. Vorsitzende

Am Dienstag, den 29.09.2020 fand die Nachbesprechung des Neuimkerkurs 2020 am Lehrbienenstand statt. Die Veranstaltung musste wegen der Corona-Auflagen im Freien vor der Hütte mit den üblichen Schutzmaßnahmen stattfinden. 12 der Neuimker, die jetzt eigentlich schon Imker-"Gesellen" sind, fanden sich trotz kühler Witterung am Lehrbienenstand ein. Die Betreuer des Kurses wollten wissen, wie die Teilnehmer den Kurs fanden und was man anders oder besser machen könnte.

Insgesamt gab es ein sehr positives Feedback. Alle Teilnehmer würden sich wieder zum Kurs anmelden und lobten insbesondere die große Kompetenz und Erfahrung der Betreuer. Der Kurs unterlag zwar starken Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, aber die Teilnehmer fanden es super, dass er trotzdem - wenn auch mit verspätetem Start - durchgeführt wurde.

Es gab natürlich auch ein paar Verbesserungs- und Optimierungsvorschläge, die in die nächsten Kurse einfließen werden. Außerdem wurden noch aktuelle Fragen der Kursteilnehmer geklärt. Einige Neuimker haben z.B. Probleme mit Wespen, die in die Bienenbeuten eindringen. Es gab auch noch abschließende Fragen zur Einfütterung und Überwinterung.

Vielen Dank allen Teilnehmern, Betreuern und Unterstützern, die diesen Kurs möglich gemacht haben. Es waren wirklich schwierige Bedingungen, aber gemeinsam konnten wir den Kurs erfolgreich durchführen.

Welt.de berichtet auf seiner Webseite über ein Startup-Unternehmen, das Landwirte und Bienen zusammenbringt. Imker können die Bestäubungsleistung ihrer Bienen über eine Webplattform im Internet anbieten, Landwirte können sich dort die Bestäubungsleistung einkaufen.

So profitieren beide Seiten: Die Landwirte erzielen höhere Erträge, die Imker können zusätzliche Verdienste erzielen und erschließen sich neue Standorte. Beesharing bietet dabei an, den Transport der Bienen zu organisieren. Hier der Link zum Bericht auf Welt.de:
Artikel zu Beesharing auf Welt.de

Und hier der Link zur Webseite des Start-ups "Beesharing":
www.beesharing.eu

Der Hinweis auf den Artikel bei Welt.de kam von unserem Mitglied Frank aus Ettlingen. Vielen Dank dafür!