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Ab diesem Jahr müssen Erwerbs-, Nebenerwerbs-, und Hobbyimker Varroabehandlungen mit Ameisen-, Milch-, und Oxalsäure, sowie die Anwendung aller anderen verschreibungspflichtigen, apothekenpflichtigen und freiverkäuflichen Tierarzneimittel, in einem Bestandsbuch dokumentieren. Bisher reichte das Dokumentieren apothekenpflichtiger Mittel aus.  

Die neue EU-Verordnung EU TAM VO 2019/6, die das regelt, ist bereits am 28.1.2022 europaweit in Kraft getreten. Der Deutsche Imkerbund hat dafür eine Bestandsbuch-Vorlage entwickelt, die hier heruntergeladen werden kann: Bestandsbuchvorlage_DIB.pdf.

Ein weiterer wichtiger Punkt findet sich in Artikel 106 der EU-Verordnung. Dort heißt es: „Tierarzneimittel werden in Übereinstimmung mit den Zulassungsbedingungen angewendet.“ Damit sind Behandlungsmethoden wie etwa die Ameisensäureeinbringung mit dem Schwammtuch verboten. Diese weit verbreitete Behandlung ist in der Zulassung von Ameisensäure nicht beschrieben und damit nicht zulässig.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema sind z.B. hier zu finden:

In der NDR-Mediathek ist ein interessanter Filmbeitrag über Bienen verfügbar. In der Reihe "Expeditionen ins Tierreich" hat Jan Haft unter der Überschrift "Ziemlich wilde Bienen" einen tollen und sehenswerten Film über Bienen gedreht. Hier der Original-Beschreibungstext vom NDR:

"Über Jahrtausende war sie die Honiglieferantin, perfekt an Flora und Klima in Mitteleuropa angepasst: die Dunkle Biene. Doch in den 1970er-Jahren verschwand sie aus Deutschland. Wie konnte es dazu kommen? Der Film begibt sich auf eine spannende Suche, zeigt, in teils noch nie gefilmten Szenen, wie es in einem wilden Bienenstock zugeht, und wie das Wildtier Honigbiene einst in den heimischen Wäldern lebte, bevor Imker begannen, daraus das kleinste Haustier der Welt zu machen."

Der Film ist unter diesem Link kostenlos in der NDR-Mediathek verfügbar: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/expeditionen_ins_tierreich/Expeditionen-ins-Tierreich-Ziemlich-wilde-Bienen,expeditionen1508.html

Viel Spaß beim Anschauen!

Endlich können wieder Präsenztreffen stattfinden. Begonnen haben wir am Sonntagmorgen, den 22.05.2022 mit einem imkerlichen Weißwurst-Frühstück. Fast 50 Mitglieder des Bienenzüchtervereins Ettlingen und Albgau e.V. haben sich bei bestem Wetter eingefunden um mal wieder ausgiebig über Bienen, Honig und die Imkerei zu reden. Das war auch für unsere Neumitglieder eine ideale Gelegenheit um andere Mitglieder kennenzulernen.

Hedi und Holger haben im Vorfeld die leckeren Speisen und Getränke besorgt. Es gab Weißwürste und, wer mochte, auch ein Weißbier. Wer es nicht so deftig mochte konnte sich auch an Brötchen, Brezeln und Hefezopf bedienen. Es gab sogar selbstgebackenen Kuchen, den Doris mitgebracht hat. Ein Highlight war eine Spezial-Honig-Verkostung unseres Mitglieds Christian. Man konnte z.B. Honig mit Espresso-Note, mit leichtem Blaubeer- oder Ingwer-Geschmack und einige Sorten mehr probieren. Ab jetzt werden auch wieder monatliche Präsenztreffen stattfinden. Die Termine sind auf der Terminseite zu finden.

Im Rahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt
in Baden-Württemberg wurde im Zeitraum 2019 - 2022 das Projekt

"Schutz und Förderung der biologischen Vielfalt in der Stadt und in den Gemeinden (BioVa)"

an der LVG Heidelberg und der Landesanstalt für Bienenkunde Hohenheim durchgeführt und nun erfolgreich abgeschlossen.

Mit dem Ziel unsere heimischen Bestäuberinsekten aktiv im urbanen
Raum zu unterstützen, wurde in diesem Projekt untersucht und
aufbereitet, was genau für Bestäuber attraktive Bepflanzungen ausmacht
und wie diese konkret in Gärten oder auf kommunalen Flächen umgesetzt
werden können.

Die entstandenen Pflanzkonzepte sind mit ausführlichen
Hintergrundinformationen und wissenschaftlich erhobenen Bestäuberdaten kombiniert und nun in der Broschüre

"Bestäuberfreundliche Staudenpflanzungen im Siedlungsraum – Ein Leitfaden für Planende und Ausführende"

öffentlich und kostenfrei unter http://www.biova-leitfaden.de zugänglich.

Die Pflanzkonzepte für verschiedene Standorttypen
verknüpfen die unterschiedlichen Ansprüche an die uns umgebenden
Pflanzflächen: Neben einer ansprechenden Gestaltung stehen die
komplexen Anforderungen der Bestäuber an Nahrungspflanzen sowie
Niststrukturen im Vordergrund.

Die Vereinten Nationen möchten durch den Weltbienentag die Bedeutung der Bienen für die weltweite Ernährung hervorheben. Der Wert der Lebensmittel, die auf die Bestäubungsleistung der Bienen zurückgehen, beträgt laut Weltrat für biologische Vielfalt ca. 500 Milliarden Euro jährlich.

Außerdem sollen durch den Weltbienentag die Probleme, unter denen Honigbienen, Wildbienen und andere Insekten aktuell leiden, stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Wir brauchen die Biene, aber die Biene ist bedroht. Allerdings trifft das stärker auf die Wildbienen zu. 39 Wildbienen-Arten gelten inzwischen schon als ausgestorben. Die Zahl der Honigbienen-Völker ist dagegen in letzter Zeit sogar etwas angestiegen. Über 1 Million Honigbienen-Bienenvölker soll es laut Deutschem Imkerbund in Deutschland geben. Dies ist auf den unermüdlichen Einsatz vieler Imkervereine und auch die steigenden Zahl der Hobbyimker zurückzuführen.

Die Wahl des Datums für den Weltbienentag geht auf den slowenischen Imkerverband zurück, der sich schon seit Jahren für einen Weltbienentag einsetzte. Der 20. Mai ist der Geburtstag des slowenischen Imkerpioniers Anton Janša (1734-1773). Er gilt als einer der ersten Lehrer der modernen Bienenhaltung. Außerdem ist der 20. Mai der Höhepunkt des Bienenjahres auf der nördlichen Halbkugel.

Am Samstag, den 14.05.2022 fand von 09:00 bis 12:00 Uhr eine Geländepflege-Aktion auf unserem Vereinsgelände statt. Der Parkplatz wurde vom gröbsten Bewuchs befreit, der Rasen gemäht, das Schleuderhaus für die Saison vorbereitet, ein Vordach für das Generatorhaus gebaut und weitere gärtnerische Arbeiten erledigt. Ein Teil des Geländes wurde nicht gemäht. Dieser Teil bleibt für Insekten aller Art erhalten.

Die Mitglieder-Beteiligung war leider diesmal etwas mäßig. Deshalb gilt unser Dank allen Vereinsmitgliedern, die da waren und den Verein so tatkräftig unterstützt haben! Vielen Dank für Euren Einsatz!

Das Fachzentrum für Bienen und Imkerei in Mayen hat auch dieses Jahr wieder seine traditionelle Umfrage zu den Winterverlusten durchgeführt. Die Ergebnisse wurden jetzt im aktuellen Infobrief des Fachzentrums veröffentlicht.

Mehr als 10.000 Imkerinnen und Imker beteiligten sich an der Umfrage. Die durchschnittliche Verlustquote in ganz Deutschland betrug demnach 20,9 %. Das ist im oberen Bereich der üblichen Schwankungsbreite in den letzten Jahren. Die höchsten Verluste meldeten im Mittel Imkerinnen und Imker aus Hamburg, die niedrigsten Verluste gab es in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern.

Als Hauptursache werden die schlechten Wetterbdingungen des letzten Jahres vermutet. In unserer Region (Karlsruhe) lagen die durchschnittlichen Verluste in der Umfrage mit 31,1 % deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die detaillierten Umfrageergebnisse können dem aktuellen Infobrief (auf Seite 4) entnommen werden. Zum Infobrief geht es hier: Infobrief 10/2022 Honigernte und Winterverluste.

Am Mittwoch, den 18.05.2022 fand um 18:00 Uhr ein Praxistag im Imkerkurs 2 statt. Der Imkerkurs 2 ist für Fortgeschrittene, die schon einen Neuimkerkurs erfolgreich absolviert haben. Eine Teilnehmerin berichtet:

Wir durften an den zwei Beuten, die im Kurpark Waldbronn für den Neuimkerkurs 2 aufgestellt wurden, imkern und beobachten. Dort waren eine einzargige Beute mit einem Brutraum und einem Honigraum, abgetrennt mit einem Absperrgitter. Das andere Volk sitzt in 2 Zargen ohne Absperrgitter. Dort müssen wir mit dem Honigraum noch warten. Wir werden den Honigraum noch rechtzeitig aufsetzen.

Bei beiden Völkern konnten wir Drohnen, Stifte und/oder junge Brut finden. Beide Völker waren stark. Spielnäpfchen und Drohnenwaben wurden gefunden, aber noch nicht entfernt.

Es wurde im Kurs an diesem Tag auch über Vor- und Nachteile des einzargigen Überwinterns gesprochen. Im weiteren Verlauf des Kurses dürfen wir auch noch das Midi Plus System kennenlernen.

Gesprochen wurde auch über den Varroaschieber und was es für Vor- und Nachteile in verschiedenen Zeiten hat, den Varroschieber drin oder draußen zu lassen.

Im Imkerkurs 2 sind noch Plätze frei. Wer gerne teilnehmen möchte und schon Vorkenntnisse hat, kann sich gerne über unser Kontaktformular oder über imker-ea@web.de bei uns melden. Die Praxistermine finden in der Saison einmal im Monat an einem Mittwoch, jeweils um 18:00 Uhr, im Kurpark Waldbronn statt.

Am Dienstag, den 02.05.2022, sollte wie üblich ein Praxistag der Neuimker im Horbachpark stattfinden. Um 18:30 Uhr regnete es jedoch in Stömen. An ein Öffnen der Beuten war zunächst nicht zu denken. Es wurde dann erstmal eine Besprechung auf dem Freibadparkplatz abgehalten.

Gegen 19:00 Uhr ließ der Regen etwas nach, so dass zumindest bei den Völkern, bei denen Schwarmgefahr bestand, eine zügige Durchsicht nach Schwarmzellen und Spielnäpfchen gemacht werden konnte. Die Schwarmgefahr konnte so gebannt werden. Außerdem wurden die Fluglöcher von dem inzwischen hohen Gras befreit.

So konnte der Praxistag dann doch noch trotz der Nässe und des Regens erfolgreich durchgeführt werden.

Am Samstag, den 30.04.2022 wurde unter Leitung unseres "Baumeisters" und Vorstandsmitglieds Erich der neue Boden in unserem Vereinsheim gelegt. Es wurde ein hochwertiger und strapazierfähiger Vinylboden in Eichenoptik, der uns von einem großzügigen Sponsor gespendet wurde.

Zuvor wurden schon die Wände und die Eingangstür neu gestrichen. Decke und Dach wurden bereits letztes Jahr neu gemacht bzw. repariert. Jetzt müssen noch die Randleisten angebracht und die Elektrik fertiggestellt werden, dann ist das Vereinsheim wieder wie neu. Davon können sich die Mitglieder bald selbst auf dem nächsten Treffen überzeugen. Vielen Dank an den Sponsor, an Erich und alle Helfer, die das möglich gemacht haben!