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Am dritten Praxistag stand wieder Völkerkontrolle auf dem Plan. Es wurde insbesondere nachgesehen ob die Bienenvölker noch genug Futter im Stock haben. Das war leider nicht bei allen der Fall. Es musste mit Futterteig zugefüttert werden.

Außerdem wurde diesemal im Kurs erklärt welche Mengen Futter man für den Spätsommer/Herbst benötigt und die Futterbestellung zusammengestellt.

Die Betreuer erklärten wieder viele Praxiskniffe: Wie man die Waben richtig hält, wie man den Stockmeisel am Besten einsetzt um die Waben auseinander zu bringen und wie man allgemein bei der Völkerkontrolle vorgeht.

Man merkt schon, dass die Neuimker immer erfahrener werden. Die Arbeiten gehen schon viel leichter und schneller von der Hand.

Am Schluss des Praxistages erklärte Klaus noch ein paar Dinge zu den verschiedenen Honigbienenarten, deren Entstehung und Haltung wie z.B. Apis mellifera Carnica und dunkle Bienen.

Der neue Infobrief des Fachberaters für Imkerei im Regierungspräsidium Freiburg, Herr Bruno Binder-Köllhofer, ist erschienen. Es geht diesmal um den Frühlingsbeginn, die Völkerführung, Schwarzsucht und Online-Fortbildungsmöglichkeiten. Außerdem hat Herr Binder-Köllhofer einen Auszug aus einem Infobrief des Instituts für Bienenkunde in Celle angefügt.

Hier geht es zum Infobrief: Infobrief-aus-Freiburg-April-mit-Anhang-Infobrief-aus-Celle

Am Dienstag, den 20.04.2021, fand der zweite Praxistag der Neuimker statt. Letzte Woche wurden die Bienen aus den Verkäuferbeuten in die Beuten der Neuimker umgesetzt. Jetzt fand die erste Kontrolle statt. Dazu wurden die Beuten geöffnet, etwas Rauch gegeben und Wabe für Wabe gezogen und betrachtet. Es wurde nach verdeckelter Brut geschaut und ob Stifte vorhanden sind. Dies ist ein Anzeichen, dass die Königin vorhanden und aktiv ist.

Nachgesehen wurde vor allem auch ob die Bienen in dieser kalten Wettersituation genug Futter haben. Das Ergebnis fiel bei den einzelnen Neuimkern ganz unterschiedlich aus. Es gab Völker, die zugefüttert werden mussten, aber auch Völker die schon so stark waren, dass eine zusätzliche Zarge aufgesetzt werden musste.

Auch aus den Rückständen auf dem Schieber am Boden kann man verschiedene Informationen über das Volk gewinnen. Manuel erklärte den Neuimkern, was die verschiedenfarbigen Rückstände auf dem Schieber bedeuten.

Am Dienstag, den 13.04.2021, fanden sich unsere Neuimker im Horbachpark ein um ihre Bienen aus den Beuten der Verkäufer in ihre eigenen umzusetzen. Dazu wird zunächst die Verkäuferbeute mit den Bienen etwas zur Seite gestellt und die neue Beute der Neuimker genau an den Platz der Verkäuferbeute gestellt. Es wird etwas Rauch in die Verkäuferbeute gegeben und beide Beuten geöffnet.

Jetzt braucht es etwas Mut: Rähmchen für Rähmchen wird zusammen mit den Bienen in die neue Beute umgesetzt. Das hat bei allen ganz gut geklappt. Einige ganz Mutige haben es sogar schon ohne Schleier versucht. Wichtig ist es ruhig und langsam zu arbeiten und keine hektischen Bewegungen zu machen. Jetzt sind die Neuimkerbienen also in ihrem neuen Zuhause angekommen. Nächste Woche geht es dann an die erste Kontrolle und das Einhängen eines Drohnenrahmens (wo das nicht bereits schon erfolgt ist).

Natürlich wurden alle Vorgaben des Ordnungsamtes eingehalten. Der Gesamtkurs hat in zwei getrennten Gruppen gearbeitet (Gruppe Maja und Gruppe Willi), es wurden FFP2 oder medizinische Masken getragen und die Abstände eingehalten.

Bei schönem Wetter sind die Bienen für unsere Neuimker heute in den Horbachpark in Ettlingen eingezogen. Kurz nach dem Aufstellen wurde schon der Flugbetrieb aufgenommen. Die Bienen fliegen sich nun ein und orientieren sich in ihrer neuen Umgebung. Der Standort ist optimal für die Bienen. Rundum stehen viele blühende Bäume, die die Völker versorgen. So müssen die Bienen gar nicht so weit fliegen.

Der praktische Teil des Neuimkerkurses startet nächste Woche. Die aktuellen Corona-Auflagen und eine Genehmigung des Ordnungsamtes machen das - unter strengen Auflagen - möglich. Wir müssen z.B. den Kurs in zwei voneinander unabhängige Gruppen aufteilen, die Lehrbeuten mit dem nötigen Abstand aufstellen und natürlich die AHA-Regeln beachten.

Unsere Neuimker freuen sich trotzdem, dass es jetzt - nach den Online-Webinaren, an denen die Theorie vermittelt wurde - richtig praktisch losgeht. Am ersten Praxistag wird die erste Aufgabe für unsere Neuimker sein, ihre Bienen, die jetzt noch in den Beuten der Verkäufer sitzen, in ihre eigenen vorbereiteten Beuten umzusetzen. Das wird spannend, wenn man das noch nie gemacht hat. Natürlich unterstützen unsere Betreuer nach Kräften und zeigen den Neuimkern, wie das am Besten gemacht wird.

Da im Moment immer noch keine persönlichen Treffen möglich sind und der sonst übliche Austausch zwischen unseren Vereinsmitgliedern fehlt, haben wir - als temporären Ersatz - einen digitalen Marktplatz geschaffen.

Wer etwas sucht oder etwas verkaufen möchte z.B. Bienenvölker kann dies kostenlos auf dem neuen Marktplatz tun. Der Marktplatz richtet sich in erster Linie an Mitglieder des Bienenzüchtervereins Ettlingen und Albgau e.V., ist aber auch offen für andere Interessenten und Käufer. Schaut doch mal vorbei.

Zum Marktplatz geht es hier:
Marktplatz Angebote
Marktplatz-Such-Anzeigen

Dr. Christoph Otten, Dr. Saskia Wöhl und PD Dr. Jes Johannesen vom Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen führen wieder ihre traditionelle Umfrage zu den Winterverlusten durch. Mit einem Online-Fragebogen soll der Umfang der Verluste in den einzelnen Regionen Deutschlands ermittelt und mögliche Ursachen eingegrenzt werden. Alle Fragen können anonym beantwortet werden. Lediglich die Postleitzahl des Bienen-Standorts muss angegeben werden. Das ist wichtig um regionale Zusammenfassungen vornehmen zu können.

Eine möglichst große Anzahl an Rückmeldungen ermöglicht es regionale Unterschiede zu dokumentieren und Vergleiche zu den Vorjahren vorzunehmen.  

Die Ergebnisse werden, wie in den Vorjahren, nach erfolgter Auswertung wieder veröffentlicht.

Wer an der Umfrage teilnehmen möchte, kann dies unter diesem Link tun:
Online-Umfrage zu den Winterverlusten 2020/2021

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat die Anwendung der Pflanzenschutzmittel Mospilan SG und Danjiriin Raps seit dem 12. März 2021 weiter eingeschränkt. Beide enthalten den Wirkstoff Acetamiprid, ein bienengefährliches Neonikotinoid.

Dies teilte der Deutsche Imkerbund in einer Pressemitteilung am 23.03.2021 mit. Zur kompletten Pressemitteilung geht es unter diesem Link:
DIB Pressedienst Öffentlichkeitsarbeit Acetamiprid 23.03.21