Die Varroabekämpfung ist eines der wichtigsten Themen der Bienenhaltung geworden. Seit dem Einschleppen der Milbe aus Asien ist es für jeden Imker notwendig gegen diese Parasiten vorzugehen. Die Milben befallen die Larven, die dadurch an Gewicht verlieren. Die ausgeschlüpften Bienen bleiben um etwa ein Zehntel kleiner als gesunde Tiere. Die befallenen Tiere besitzen eine deutlich verkürzte Lebensspanne. Sie haben schlechtere Lernleistungen und kehren häufiger nicht in den Stock zurück. Zusätzlich werden durch den Milbenbefall schädigende Viren übertragen.

Der Versuch die Varroamilbe in Europa wieder auszurotten ist gescheitert. Inzwischen gibt es die Milbe an so ziemlich jedem Bienenstand. Deshalb müssen auch unsere Neu-Imker aktiv dagegen vorgehen. Das kann zum Beispiel durch Ameisensäure erfolgen. Wie die Bekämpfung genau funktioniert lernen unsere Neu-Imker im Imkerkurs. Oft sind mehrere Behandlungen im Jahr erforderlich. Dabei muss aber das Wetter mitspielen. Es darf nicht zu warm und nicht zu kalt sein. Wann eine Behandlung möglich ist, läßt sich auch auf der Varroawetter-Seite im Internet ablesen (Link hier und auf unserer Link-Seite).

Im Kurpark Waldbronn kann man noch das Summen der Neu-Imkerbienen genießen. Das ist zur Zeit zwischen den vielen blühenden Blumen besonders schön:

Der 39. Bienenmarkt stand ganz unter dem Motto "Bienensommer 2017". Eröffnet wurde er erstmals mit einem ökumenischen Gottesdienst im Zelt. Unsere Mitglieder Horst Buck und Günter Bauer gestalteten den Gottesdienst und ließen dabei gekonnt immer wieder Bienen- und Imker-Themen einfließen. Der Posaunenchor Langensteinbach begleitete den Gottesdienst und schuf dadurch eine wunderbare Atmosphäre.

Eine große Überraschung gab es im Anschluss, als dem ehemaligen Vorstand des Bienenzüchtervereins Ettlingen und Albgau e.V., Horst Dubac, anläßlich seines runden Geburtstags ein vielstimmiges Ständchen gesungen wurde.

Nach dem Gottesdienst gab es leckere Speisen, Kaffee und Kuchen und natürlich viel Information rund um die Imkerei und um Bienen. Es gab Schauschleudern, Bienenschaukästen und natürlich konnte auch einheimischer Honig probiert und eingekauft werden. Wir danken den vielen Gästen und Helfern, die zu diesem gelungenen Fest beigetragen haben.


Die Herren an Grill und "Gulaschkanone".


Auch in der Küche herrschte Hochbetrieb.


Getränkeausschank und Fachberatung durch unsere Experten.


Jede Menge Information rund um die Imkerei.


Schauschleudern im neuen Schleuderhaus und Honigverkauf.


Am letzten Freitag stand für die Neuimker des seit dem Frühjahr laufenden Imkerkurses eines der spannendsten Ereignisse auf dem Programm: Das Schleudern ihres ersten Honigs aus ihren eigenen Bienenvölkern. Unterstützt durch die Imkerpaten wurden die Honigwaben vorsichtig aus den Bienenvölkern in Waldbronn entnommen. Danach wurden die Waben in das neue Schleuderhaus auf unserem Lehrbienenstand gebracht.

Um an den Honig zu kommen mussten erst die Waben entdeckelt werden. Dies erfolgte unter der fachkundigen Aufsicht der Lehrgangsleitung. In der vereinseigenen Honigschleuder wurde dann der leckere Honig geschleudert und abgefüllt. Am Abend konnten die Neuimker stolz ihren ersten eigenen Honig mit nach Hause nehmen.

Auf unserem Bienenmarkt am 6. August 2017 werden bei Schauschleudervorführungen auf unserem Vereinsgelände am Lehrbienenstand die erforderlichen Arbeitsschritte für die Honiggewinnung auch live zu sehen sein. Lassen Sie sich diese Möglichkeit der 'Vor-Ort-Information' nicht entgehen.


Die Blüten werden allmählich weniger und die Bienen bereiten sich in Kürze auf den Winter vor. Im Jungimkerkurs, der seit April dieses Jahres im Kurpark in Waldbronn stattfindet, werden die Honigwaben zum Schleudern des begehrten einheimischen Honig entnommen und ausgeschleudert. Bei unserem am 6. August 2017 stattfindenden Bienenmarkt werden Ihre Fragen zu den Bienen und honigrelevanten Themen durch fachkundige Imker beantwortet. Hier besteht die Möglichkeit „was ich schon immer über Bienen wissen wollte“ praxisnah zu erfahren.


Um schon für die nächste Saison gerüstet zu sein und um ein eventuelles Abschwärmen zu verhindern, haben unsere Jungimker Ableger gebildet.

Das wurde im sogenannten Sammelbrutableger-Verfahren gemacht. Dabei wurden bei mehreren Völkern jeweils ein bis zwei Brutwaben entnommen und darauf geachtet, dass keine Königin dabei ist. Die Brutwaben wurden im Sammelbrutableger vereint.

Nach einer Woche im Sammelbrutableger wurden die kleinen Völker für die Jungimker gebildet. Trotz eines sehr heftigen Platzregens bei der Aufstellung am Lehrbienenstand ist alles gut gegangen.

Nun stehen die Ableger friedlich in der Sonne. Im Stillen geschieht das Wunder. Die neuen Königinnen werden gepflegt und die neuen Bienenvölker wachsen. Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt und sich die Ableger gut entwickeln können. Das werden dann hoffentlich die „Rennpferde“ des nächsten Jahres.


Rechtzeitig zur Honigsaison und zum Bienenmarkt ist unser neues Schleuderhaus an seinem vorgesehenen Platz aufgebaut. Bestückt mit einer Sechs-Waben-Selbstwende-Schleuder steht einem Abschleudern des Honigs nichts mehr im Weg. In Kürze wird die Warmwasseranlage installiert und das für die Arbeiten erforderliche Mobiliar aufgestellt. Die offizielle Einweihung wird mit einem Schauschleudern beim Bienenmarkt am 6.August 2017 erfolgen.

Das Schleuderhaus steht den Vereinsmitgliedern zur Verfügung. Wie es genutzt werden kann und wer der verantwortliche Ansprechpartner sein wird, wird noch festgelegt.

Am 6. August veranstalten wir - wie jedes Jahr - wieder unseren traditionellen Bienenmarkt auf unserem Vereinsgelände bei der Belegstelle. In dem Zusammenhang wird auch das neue Schleuderhaus mit einem Schauschleudern eingeweiht. Um 10 Uhr ist die Eröffnung mit einem ökumenischen Gottesdienst. Im Anschluss steht eine interessante Auswahl an Speisen und Getränken zur Verfügung. Fachkundige Imker beantworten gerne Ihre Fragen rund um die Imkerei. Wir freuen uns über zahlreiche Gäste aus nah und fern.


Bei einer Begehung der Umgebung unserer Belegstelle haben wir eine starke Ameisenaktivität feststellen können. Die fleißigen Insekten krabbeln kräftig die Bäume hoch und runter. Das läßt auf starke Lauskolonien schließen, was zu einem guten Waldhonig-Jahr führen kann. Die Ameisen melken die Blattläuse um an den leckeren Honigtau zu kommen.

Die Bienen dagegen sammeln den durch die Blattläuse verteilten Honigtau auf den Blättern ein. Sie melken die Läuse nicht. Die Läuse saugen den Siebröhrensaft der Pflanze aus und scheiden alles aus, was sie nicht verdauen können. Das wird von den Bienen eingesammelt und in leckeren Waldhonig umgewandelt.

Wie groß die Waldhonig-Ernte wird hängt stark von den Wetterbedingungen im Vorjahres-Herbst ab. Wenn während der Paarungszeit im September gutes Wetter ist, dann gibt es im Folgejahr viele Waldhonig-Läuse und eben viel Waldhonig. Für einige Regionen in Deutschland, vor allem bei uns im Süden, ist das eine wichtige Tracht, die oft sehr volle Honigzargen einbringen kann.