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Nach Rücksprache mit den verschiedenen Ordnungsämtern bei uns im Vereinsgebiet bekamen wir die Freigabe zur Durchführung der Jahresend-Träufelbehandlung gegen die Varroamilbe im Neuimkerkurs. Diese Behandlung muss unbedingt noch vor Jahresende durchgeführt werden, deshalb gaben die Ordnungsämter auch grünes Licht dafür.

Verteilt auf drei verschiedene Standorte konnte in kleinen Gruppen unter Beachtung der gültigen Corona-Regeln diese Behandlungsart den Neuimkern gezeigt und durchgeführt werden. Vielen Dank an die offiziellen Stellen, die dies möglich gemacht haben.

Die Träufelbehandlung ist eine einfache und schnelle Methode zur Varroabehandlung. Sie soll aber nur bei brutfreien Völkern angewandt werden, die möglichst schon in der Wintertraube sitzen sollen. Die Träufelbehandlung ist vorteilhaft weil es bei richtiger Anwendung keine Rückstandsbelastung in den Bienenprodukten gibt.

Die bisher dem Verein zur Verfügung stehende große 6-Waben-Selbstwendeschleuder ist ideal, wenn man größere Mengen Waben zu schleudern hat. Im Neuimkerkurs, der als große Gruppe schleudert, kommt zum Beispiel diese große Schleuder zum Einsatz.

Für Klein- und Kleinstimker ist die große Schleuder aber etwas überdimensioniert. Da fehlte uns bisher eine kleinere Schleuder.

Unser Mitglied Peter hat uns nun seine tadellose 4-Waben-Handschleuder gespendet. Damit haben jetzt auch Kleinimker eine optimale Schleudermöglichkeit im Verein.

Vielen Dank für diese großzügige Spende!

Die Schleuder von Peter hat einen Handantrieb, kann aber auch elektrisch unter Einsatz einer Bohrmaschine betrieben werden.

Die Vorbereitungen für den Neuimkerkurs 2021 haben begonnen. Für alle Interessenten wurde eine Informationsveranstaltung durchgeführt. Wegen Corona konnte die Informationsveranstaltung nicht persönlich, sondern nur als Videokonferenz durchgeführt werden. In der Veranstaltung wurde erklärt, wie der Kurs abläuft, was man alles braucht, was das alles ungefähr kostet und auch wie hoch der Zeitbedarf ungefähr sein wird. Außerdem wurden die Fragen der Interessenten beantwortet.

Es ist geplant den Kurs 2021 auch wieder in Ettlingen im Horbachpark durchzuführen. Der Kurs wird ab ca. Ende März/Anfang April bis ca. September/Oktober immer dienstags um 18:30 Uhr stattfinden. Die Vorbereitungen (z.B. Beutenbestellung, Materialbeschaffung usw.) laufen aber schon jetzt. Es sind bereits etliche Anmeldungen eingegangen. Ein paar freie Plätze gibt es aber noch. Wer sich dafür interessiert kann sich gerne hier über unser Kontaktformular melden.

Wie auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 13.10.2020 berichtet, bereitet der Stromgenerator am Lehrbienenstand manchmal Probleme. Unser Vereinsmitglied Gernot hat den Generator am 26.11.2020 in Eigenleistung gewartet, einen neuen Luftfilter und einen neuen Benzinschlauch eingebaut.

Dies war sehr wichtig, da bald der Innenausbau der Hütte am Lehrbienenstand erfolgen wird. Die beauftragte Firma braucht natürlich eine zuverlässige Stromversorgung.

Vielen Dank an Gernot für diese wichtige Vorarbeit!

Das Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen hat Imker gefragt, wie sie ihren Honig vermarkten, welche Sorten sie anbieten und zu welchen Preisen. Über 8.000 Imker haben sich an der Umfrage beteiligt.

Sommerhonige bzw. Sommertracht-Honige wurde demnach von 82,1% der Imker geerntet und für durchschittlich 5,62 € pro 500g Glas verkauft (ohne Glaspfand). Hier die komplette Übersicht aus dem Infobrief des Bieneninstituts in Mayen:

Quelle: Infobrief 27/2020 des Fachzentrums Bienen und Imkerei, Mayen

Es zeigen sich aber regionale Unterschiede: In Süddeutschland und in Ballungsgebieten können höhere Preise als in ländlichen Gebieten erzielt werden.

Bei den Vermarktungskanälen zeigte sich, dass knapp 80% der befragten Imker ihren Honig über einen Hausverkauf absetzen. 35% verkaufen den Honig an ihrer Arbeitsstelle und 18% setzen ihren Honig über den Einzelhandel ab.

Weitere Details und auch eine genaue Karte zu den regionalen Preisunterschieden sind auf den Seiten 3 und 4 im neuen Infobrief 27/2020 zu finden. In diesem Infobrief sind auch Ergebnisse zur Umfrage "Vitalität der Bienenvölker" veröffentlicht (Seite 5). Hier der Link zum Infobrief: Infobrief 27/2020 des Fachzentrums für Bienen und Imkerei in Mayen

Am Donnerstag, den 29.10.2020 wurden die notwendigen Baumfällarbeiten am Lehrbienenstand durchgeführt. Die Bäume mussten gefällt werden, weil sie eine Gefahr darstellten. Ein Team aus Mitgliedern des Bienenzüchtervereins Ettlingen und Albgau e.V. und Mitarbeitern des Forstamts Karlsbad unter Leitung von Revierförster Martin Mußgnug hat die Arbeiten in nur 3 Stunden durchgeführt. Insgesamt mussten 3 Bäume gefällt und zerlegt werden.

Vielen Dank allen Helfern, insbesondere auch dem Forstamt Karlsbad, Herrn Mußgnug und seinen Mitarbeitern!

Fotos: Achim Bitsch

Giant HornetAsiatische Riesenhornisse - Foto: jasonb42882 (CC BY-NC-ND 2.0)

In einem Artikel berichtet n-tv.de über den Kampf in den USA gegen sogenannte "Mörder"-Hornissen. Den Namen hat diese asiatische Riesenhornisse, weil sie eine erhebliche Gefahr für Bienenvölker darstellt. Diese bis zu 5 cm großen Insekten dezimieren Honigbienenvölker in kürzester Zeit erheblich. Insektenforscher berichten von regelrechten Massakern unter Honigbienen. Die Riesenhornissen beißen den Bienen die Köpfe ab und besetzen dann die Nester, um sich von den Puppen und Larven zu ernähren.

Offenbar ist diese asiatische Art gerade dabei, sich in den USA einen neuen Lebensraum zu erobern. Es ist ungewiss wie die Insekten in die USA kamen. Sie könnten z.B. über asiatische Importwaren eingeschleppt worden sein. Ihre Ansiedlung und Verbreitung soll in den USA unbedingt verhindert werden. Um ein Nest zu finden, binden Experten einzelnen Exemplaren mit Zahnseide winzige Sender an den Körper. So konnte jetzt im Bundesstaat Washington erstmalig in den USA ein Nest aufgespürt und zusammen mit den Insekten vernichtet werden.

Bei der hier beschriebenen Art handelt es sich um die Riesenhornisse Vespa mandarinia. Imker in Deutschland können aufatmen: Die Riesenhornisse Vespa mandarinia kommt in Deutschland (noch) nicht vor. Nach Deutschland eingeschleppt wurde bisher nur die asiatische Hornisse Vespa velutina, die nicht mit der im n-tv.de-Bericht beschriebenen "Mörder"-Hornisse identisch ist.

Zum Bericht von n-tv.de mit mehr Informationen geht es hier: Experten spüren Mörder-Hornissen auf

Wie auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung vorgestellt und von der Mitgliederversammlung genehmigt, sind die Arbeiten im Innenbereich der Hütte am Lehrbienenstand begonnen worden.

Ein hoch motiviertes Arbeitsteam, bestehend aus unseren Mitgliedern Erich, Erich, Gernot und Achim haben am letzten Donnerstag, den 23.10.2020 in einem 5-stündigen Arbeitseinsatz die Deckenverkleidung in der Hütte am Lehrbienenstand und im Anbau entfernt. Beim Ausbau wurde ein Aufkleber entdeckt, auf dem stand, dass die Deckenverkleidung von 1990 stammt. Das Entfernen der Decke war eine notwendige Vorarbeit für den weiteren Ausbau, den nun eine Firma übernimmt. Nach der Deckenöffnung stellte das Arbeitsteam leider fest, dass im Anbau auch noch ein Träger ausgewechselt werden muss. Er ist durch die in der Decke hausenden Siebenschläfer zerstört worden.

Vielen Dank allen Helfern für diesem Arbeitseinsatz!

Eine chinesische Studie zu Corona behauptete, dass Imker kein Corona bekommen würden. Von ca. 5.000 Imkern in Wuhan sei kein Einziger an Corona erkrankt. Das ging vor einiger Zeit durch die Presse und war auch in verschiedenen Imkerzeitschriften und Online-Berichten zu lesen. Seither wurde wild spekuliert ob es vielleicht am Bienengift durch Stiche oder vielleicht am Einatmen von "Bienenluft" aus den Bienenbeuten liegen könnte. Imker aus ganz Deutschland fragten sich, ob an dieser Behauptung aus China etwas dran sein könnte.

Ein Forscherteam, unter anderem von der Universität Jena um Professorin Jutta Hübner, ist der Sache nachgegangen. Sie konnten allerdings keine Immunität von Imkern gegenüber Corona bestätigen. Auch Imker haben Corona-Erkrankungen durchgemacht. Allerdings gab in den Fragebögen der Studie auch ein großer Teil der befragten Imker an, mit Corona-infizierten Personen direkt in Kontakt gewesen zu sein und nicht erkrankt zu sein.

Professor Karsten Münstedt aus dem Forscherteam erklärte, dass bislang das Coronavirus noch nicht auf Sensibilität gegenüber Bienengift getestet wurde. Eine aktuelle Arbeit bestätigt die Wirksamkeit von Bienengift gegen eine Vielzahl von Viren - unter anderem wirkt es auf den Erreger des Reproduktions- und Atemwegssyndroms von Schweinen. Auch Propolis könnte einen positiven Einfluß gegen Corona-Erkrankungen haben. Aber das ist bisher nur Spekulation. Die Forscher warnen Imker dringend sich nicht auf eine angebliche Corona-Immunität zu verlassen. Eine Nachfolgestudie ist geplant.

Weitere Details sind auf den Seiten des MDR Thüringen unter diesem Link zu finden: MDR-Thüringen Artikel zur Immunität von Imkern gegen Corona

Franziska Odemer und Prof. Dr. Werner von der Ohe haben für das Bieneninstitut in Celle eine kleine Honigkunde für Einsteiger herausgebracht. Es geht um Grundlagen, z.B. wie Honig entsteht und aus was Honig besteht, aber auch was man bei der Honiggewinnung und der Honigverarbeitung beachten sollte. Auch zum Thema Rühren von Honig und die richtige Etikettierung finden sich Informationen.

Dies ist ein informativer Ratgeber rund um das Thema Honig, der sich nicht nur für Einsteiger in die Imkerei eignet. Die Broschüre soll dabei aber nur einen Überblick geben. Weil es sich bei Honig um ein kostbares Lebensmittel handelt, bei dem zahlreiche lebensrechtliche Vorgaben zu beachten sind, ist auf jeden Fall eine Honigschulung zu empfehlen. Die Broschüre im PDF-Format kann hier heruntergeladen werden:

Kleine Honigkunde für Einsteiger